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Olympischer Sportclub Berlin

Abteilung Eishockey

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HOWOGE-Cup 2015: Ein Turnier mit Zukunft?!

Am Wochenende 29/30.08.15 trafen sich fünf Frauen Eishockey-Teams aus vier Nationen im Sportforum Berlin (um genauer zu sei im Wellblechpalast), um erstmals den HOWOGE-Cup auszuspielen. Geht es nach den Teilnehmern, trifft man sich 2016 wieder.

Alle Teilnehmer waren mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden und bedankten sich auch für die tolle Organisation. Alles verlief reibungslos, so auch die Versorgung der Teams. Alle würden sich auch über eine Wiederholung dieser Veranstaltung freuen. An den Eisladies würde das sicherlich nicht scheitern. Und so bleibt nur noch sich bei allen Teilnehmern, Schiedsrichtern, Helfern und natürlich Unterstützern zu bedanken. Ein ganz besonderer Dank geht hier an die HOWOGE. Ohne sie wäre es unmöglich gewesen, dieses Turnier zu stemmen.

Denn das Turnier war ein voller Erfolg und das in jeder Beziehung. Natürlich half den Verantwortlichen der OSC Eisladies die Erfahrung aus der Organisation einiger EWCC-Turniere und DEB-Pokalturniere sehr, aber dennoch ist jedes neue Turnier auch eine neue Herausforderung. Zunächst galt es die finanziellen Dinge zu klären. Mit der Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE, die ja schon seit längerer Zeit eher stiller Partner der Eisladies ist, wurde ein Hauptsponsor und Namensgeber für das Turnier gefunden. Die Wolters-Brauerei aus Braunschweig, auch schon lange Partner der Eisladies, war ebenfalls schnell mit an Bord und so galt es noch, sportlich ansprechende und in dieser früher Phase einer Saison dementsprechend auch vom spielerische. Niveau her starke Teilnehmer zu finden. Auch das ließ sich umsetzen und damit stand schon sehr früh das Teilnehmerfeld fest. Neben den Eisladies sagten Ligakonkurrent EC Bergkamen, die EHV Sabres Wien (Österreich), der HC SKP Bratislava (Slowakei) und die Herlev Hornets aus Dänemark zu, das Teilnehmerfeld zu stellen. Das klang schon ganz gut und es wurde dann auch trotz dieses eher frühen Zeitpunktes nicht nur ein spannendes, sondern auch ein sportlich auf höchstem Niveau ablaufendes Turnier.

Favorisiert waren die Sabres aus Wien, die nicht nur eine weitestgehend eingespielte Mannschaft nach Berlin schickten, sondern bereits eine Woche zuvor ein stark besetztes Internationales Turnier gewonnen hatten. Wien wurde auch seiner Favoritenrolle gerecht und gewann das Turnier; aber doch nicht so souverän, wie manch einer zuvor erwartete. Gegen die Eisladies gab es zwar gleich zu Beginn einen 5:2-Erfolg, allerdings profitierten sie von ihrem extrem starken Überzahlspiel. Gleich vier Treffer fielen mit einer Spielerin mehr auf dem Eis. Gegen Bratislava war das Team klar überlegen, nutzte aber die Chancen nicht und so unterlag man doch eher überraschend nach Penaltyschießen mit 3:4. Auch das Spiel gegen Bergkamen war eine knappe Angelegenheit, mit 2:1 setzten sich die Sabres durch. Lediglich gegen die Herlev Hornets hatte man weniger Probleme, 7:3 lautete das Endergebnis.

Zweiter wurden die Bärinnen aus Bergkamen, die sich im entscheidenden Spiel gegen die OSC Eisladies im Penaltyschießen mit 2:1 durchsetzten. Denn dort spielte mit Bundesliga-Rekordtorschützin Anja Scheytt eine alte Bekannte mit und ausgerechnet sie verwandelte den entscheidenden Penalty zum Siegtreffer. Insgesamt kam Anja „Anni“ Scheytt bei diesem Turnier auf zwei Tore. Auch in den anderen drei Partien zeigten sich die Bärinnen eher effizient und ergebnisorientiert. Gegen Herlev wurde 2:1 gewonnen, gegen Bratislava mit 1:2 nach Penaltyschießen verloren. Und auch gegen Wien gab es das Standardergebnis von 2:1, allerdings für die Sabres.

Die Eisladies wurden guter Dritter und verkauften sich dabei sehr gut. Und auch die Gastgeberinnen hatten eine Überraschung parat, denn Susann „Susi“ Götz schnürte für dieses Turnier auch noch einmal die Schlittschuhe. Mit einem Tor und einer Vorlage zeigte sie, dass sie mit ihren ehemaligen „Arbeitsgeräten“ auch noch umgehen kann. Nach der Niederlage gegen Wien folgte ein unnötiger Punktverlust gegen Herlev, der erst mit 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen wurde. Am Sonntag folgte dann ein 3:0 gegen Bratislava. Es war übrigens das einzige Spiel, in dem ein durchspielender Goalie ohne Gegentor blieb. Zum Spiel gegen Bergkamen wurde schon alles geschrieben, es war ein schnelles und kampfbetontes Spiel mit dem besseren (oder auch glücklicheren) Ende für die Bärinnen.

Nach dem dritten Spiel am Sonntag wurde schon der Rechenschieber bereit gelegt, denn drei Teams legen mit vier Punkten auf den Plätzen 3 bis 5 der Tabelle. Als Herlev dann gegen Wien mit 2:7 unterlag, standen die letzten beiden Platzierungen fest. Herlev startete am Samstag mit einer 1:2-Niederlage gegen Bergkamen in das Turnier, um dann gegen den OSC einen Punkt zu holen. Sonntag folgte im mit 12 Treffern torreichsten Spiel des Turniers ein 7:5-Erfolg gegen Bratislava und das bedeutete am Ende den 4. Platz in der Turnierwertung.

Ein wenig Pech hatte Bratislava. Gegen den Turniersieger Wien und das zweitplatzierte Team aus Bergkamen hatte man insgesamt vier Punkte geholt und trotzdem blieb „nur“ der 5. Platz im Turnier. Das hatte auch die Verantwortlichen der SKP leicht verwirrt, aber durch die Niederlagen gegen den OSC (0:3) und vor allem im direkten Duell gegen Herlev (5:7) reichte es eben nicht für eine bessere Platzierung. Dabei spielten die Slowakinnen ein gutes und vor allen Dingen sehr schnelles Kontereishockey und machten es damit den anderen Teams schwer. Aber die sich daraus ergebenden Möglichkeiten wurden leider zu selten genutzt.

Hier noch ein wenig Statistik: Insgesamt fielen in den 10 Spielen 55 Tore, die sich auf 28 Spielerinnen aufteilen, 38 Spielerinnen gaben insgesamt 71 Vorlagen. Vier der 10 Spiele mussten durch ein Penaltyschießen entschieden werden. Zwei Penaltys verhängten die Schiedsrichter während der Spiele, beide konnten nicht verwandelt werden. Die meisten Tore schossen Kaitlin Spurling und Charlotte Wittich (beide Sabres Wien) mit jeweils 5 Toren. Auf vier Treffer kamen Alexandra Parker (OSC) und Marie Henriksen (Herlev). Anna Meixner (Wien) gab die mit Abstand meisten Vorlagen, gleich zehn davon gingen in die Scorerwertung ein. Teamkollegin Keitlin Spurling folgte mit fünf Vorlagen. Die Scorerwertung ging klar an Anna Meixner, die neben den zehn Vorlagen noch auf zwei Tore kam. Auch in dieser Wertung folgt mit Kaitlin Spurling eine Wienerin, sie kam auf zehn Scorerpunkte. Natürlich wurden auch die besten Spielerinnen geehrt. Jule Flötgen (Bergkamen) wurde zur besten Torhüterin gekürt, Stacie Tardif (Herlev) zur besten Abwehrspielerin und Anna Meixner zur besten Angreiferin.