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Olympischer Sportclub Berlin

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Auswärtssieg im eigenen „Wohnzimmer“

ll neuEs ist immer ein wenig ungewohnt, wenn man im „eigenen“ Eisstadion zu einem Auswärtsspiel antreten muss, aber die Eisflächenbelegung und die sich daraus ergebenden Ansetzungen im Spielplan der Landesliga Berlin lässt es manchmal zu ungewohnten Situationen kommen. So auch am Samstagabend, als der OSC Berlin im Eisstadion Neukölln bei FASS Berlin 1b antreten musste. Dabei setzten sich die Neuköllner bei den Weddingern mit 3:6 (2:3 1:1 0:2) durch.

Gut besetzt waren beide Mannschaften, mussten aber auch beide aus den verschiedensten Gründen auf einige Stammspieler verzichten. Der OSC kam auf 17 Feldspi7eler, bei FASS waren es 16; auf den Torhüterpositionen standen sich Lilly-Ann Riesner (OSC) und Dario Piroddi (FASS) gegenüber, einen Backup konnten beide nicht aufbringen, so dass im Fall einer Verletzung ein Feldspieler ins Tor gemusst hätte. Das hatte am Vorabend nämlich FASS getroffen, die ja mit Teilen dieser Mannschaft als U20 auch noch in der Landesliga Sachsen antreten. Zudem war die Pause zwischen den beiden Spielen ein wenig dünn, ein Vorteil für den OSC machte sich aber zumindest in den ersten beiden Dritteln nicht bemerkbar.

Den besseren Start hatte der OSC, denn mit dem ersten Angriff gelang auch schon die Führung. Rene Berkmann setzte ein Zuspiel von Sven Mönch in die Maschen und Dario Piroddi sah beim Schuss nicht wirklich gut aus, rutschte ihm der Puck doch durch die Matten. Geschockt war FASS danach nicht, denn sie setzten nun ihrerseits auf Angriff. Zügig lief die Scheibe durch die Reihen der Weddinger, gefällig und sicher waren die Zuspiele, so dass sich immer wieder Chancen ergaben und sich die junge Neuköllner Torhüterin nicht über Arbeit beschweren konnte. Aber trotz aller guten Aktionen war auch sie in der neunten Minute geschlagen. Fabian Müller hatte sich auf rechts durchgesetzt, seinen Pass in die Mitte nutzte Kevin Pfennig zum Ausgleich. FASS blieb auch in der Folge spielbestimmend, der OSC gab die Zone zwischen den Dritteln nahezu kampflos preis. Ein Erfolg für das Team von Norbert Pascha blieb jedoch aus. Der OSC setzte auf seine bewährte Kontertaktik und hatte damit auch Erfolg. Vincent Fleck zog bis ins Drittel der Weddinger, passte auf den mitgegangenen Bo Schauer an der blauen Linie und dessen trockener Schuss zappelte zum 1:2 im Netz (15.). Aber FASS blieb dran und die „Einladungen“ des OSC mussten irgendwann Erfolg haben. In der 18. Minute war es Robert Bäuerle, der eine Konfusion in der OSC-Abwehr nutzte und die gute Vorarbeit von Marvin Scheil und Johannes Hobrecht zum erneuten Ausgleich verwertete (18.). Aber mangelnde Konzentration in der Abwehrarbeit kann man beiden Teams vorwerfen, denn 24 Sekunden vor Drittelende verloren die Spieler von FASS im eigenen Drittel die Scheibe, die schließlich bei Sebastian Schramm landete und der zum 2:3 abstaubte.

Das zweite Drittel war geprägt vom Kampf um die Scheibe. Die Weddinger zogen weiterhin ansehnlich ihren Spielaufbau durch, waren im Abschluss jedoch glücklos und auch überhastet; der OSC konzentrierte sich mehr auf die Verteidigung, so dass es insgesamt betrachtet weniger Möglichkeiten gab. Tore gab es aber doch. Erst war es Sven Mönch, der auf 2:4 erhöhte (29.), dann brachte Florian Müller FASS wieder heran auf 3:4 (34./PP1). Insgesamt war das Spiel nun auch „nicklig“ auf beiden Seiten geworden; Ergebnis war ein Check von Bo Schauer gegen Luis Lemke, wobei der FASS-Spieler harten Kontakt mit der Bande hatte und wohl auch danach orientierungslos war. Die Schiedsrichter sahen den Einsatz von Bo Schauer außerhalb des Vertretbaren und ahndeten diesen mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe (39.).

Da man noch mit drei Minuten Überzahl ins Schlussdrittel startete, setzte FASS gleich zu Beginn auf Angriff, was sich gegen die konterstarken Neuköllner jedoch „als Griff ins Klo“ erwies, denn nach knapp drei Minuten war das Spiel entschieden. Erst erzielte Erik Mönch das 3:5 (42.) und nur gut 90 Sekunden später war es Rene Berkmann, der wohl mit dem schönsten Tor des Abends zum 3:6 (43.) traf. Im richtigen Moment war er im Slot und schob den genauen Pass von Erik Mönch zwischen zwei FASS-Spielern an dem ebenso überraschten Dario Piroddi vorbei ins Tor. So simpel, wie das Tor war, so schön war es auch anzusehen. FASS war geschlagen, der Rest des Drittels war überwiegend dem Austausch von Nettigkeiten und der Frustbewältigung gewidmet, wobei man nicht sagen kann, dass es grob unfair wurde, aber letztlich waren die meisten Strafzeiten in diesem Drittel. FASS hätte sicherlich ein besseres Ergebnis erzielen können, mangelnde Erfahrung im Abschluss und das Ungestüme im Schlussdrittel machten dem einen Strich durch die Rechnung. Der OSC holte mit weniger das Maximale raus, nämlich drei Punkte. (Matthias Penk)

FASS Berlin 1c vs. OSC Berlin 3:6 (2:3 1:1 0:2)

Tore:

0:1 (01:18) Berkmann (S. Mönch), 1:1 (08:43) Pfennig (Fa. Müller, Palicki), 1:2 (14:39) Schauer (Fleck), 2:2 (17:26) Bäuerle (Hobrecht, Scheil), 2:3 (19:36) Schramm (S. Mönch, Gölles)

2:4 (28:24) S. Mönch (Gölles), 3:4 (33:24) Fl. Müller (Palicki, Schroff) PP1

3:5 (41:09) E. Mönch (Gölles, S. Mönch) UZ1, 3:6 (42:43) Berkmann (E. Mönch) UZ1

Strafen: FASS 12 (0/6/6) – OSC 19 plus Spieldauerdizs. Schauer (Bandencheck) (4/25/10)

Schiedsrichter: Metzkow, Timofeev