Starke Mannschaftsleistung und eine noch stärkere Moral ...

ll neu… waren die Garanten des Sieges des OSC über den Tabellennachbarn EHC Berlin Blues 1b am Samstagabend. In einem insbesondere im letzten Drittel hochdramatischen und spannenden Spiel siegte das Team von Fred Fleck nach Penaltyschießen verdient mit 5:4 (0:1 1:1 3:2 – 1:0).

Nahezu ausgeglichen waren die Aufgebote beider Mannschaften; die Blues als Tabellenfünfter traten mit 13 Feldspielern und zwei Torhütern an, der OSC hielt als Sechster mit 15 und Lilly-Ann Riesner dagegen. Der Spielbeginn verzögerte sich jedoch, da der angesetzte Sanitäter auf dem Weg zum Spiel einen Verkehrsunfall hatte, der einen Einsatz nicht mehr erlaubte (… von hier aus wünscht der OSC Berlin gute Besserung …) - der nachgeordnete Ersatz traf um 19:35 im Eisstadion ein.

Als es dann um 19:45 losging, übernahmen die Blues ohne längeres Abtasten gleich das Kommando und Lilly-Ann Riesner bekam gleich zu tun und konnte sich mehrfach auszeichnen. Aber in der siebten Minute waren alle Abwehrversuche umsonst, eine Konfusion vor ihrem Tor nutzte Felix Mattschull zum 0:1. Die Blues drückten nur weiter, aber der OSC fing sich und versuchte seinerseits mit seinen schnellen Leuten wie Bo Schauer oder Sven Mönch über Konter zum Erfolg zu kommen. Marco Papajewski, der den Vorzug vor Patrick Haucke erhalten hatte, konnte sich ebenfalls beweisen, so dass es bei dem einen Treffer in den ersten 20 Minuten blieb.

Im Mitteldrittel zeichnete sich dasselbe Bild. Die Blues hatten mehr Spielanteile, machten aber zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Aber dann konnte Steven Haucke doch eine dieser Chancen nutzen und baute den Vorsprung auf 0:2 konnte aus (30.). Und er hatte sogar noch die Möglichkeit zum 0:3, konnte aber einen wegen Haken gegebenen Penalty nicht verwandeln. Der OSC zeigte sich aber auch davon unbeeindruckt, blieb bei seiner Linie und konnte durch Marvin Melian auf 1:2 verkürzen (38.), was auch den Spielstand nach 40 Minuten darstellte.

Das OSC-Team war seinen Gedanken wohl noch in der Kabine, denn nach 34 Sekunden im Schlussabschnitt war es erneut Steven Haucke, der den Zwei-Tore-Vorsprung der Blues wiederherstellte. Beim OSC ging nun ein Ruck durch die Mannschaft, das Team war fortan spielbestimmend und übte seinerseits Druck aus. Die Angriffe der Blues liefen immer häufiger ins Leere und auf der Gegenseite stand Marco Papajewski immer mehr im Blickpunkt des Geschehens. Lohn der Bemühungen war schließlich der erneute Anschlusstreffer durch Sven Mönch, der die Pässe von Sven Hannemann und Marvin Melian zum Abschluss brachte (46.). Nun waren es verkehrte Welten im Eisstadion Neukölln; von den Blues war so gut wie nichts mehr zu sehen, der OSC fuhr Angriff um Angriff und drängte auf den Ausgleich, der dann auch in der 58. Minute fiel. In Überzahl setzte sich Sven Hannemann hinter dem Kasten der Blues durch und steckte die Scheibe zu Bo Schauer durch, der zum 3:3 ausglich. Die Freude über das vermeintlich folgende Penaltyschießen war wohl zu groß beim OSC, denn nur 75 Sekunden später und damit 85 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit brachte André Petters die Blues mit einem satten Schuss wieder in Front. Aber auch davon ließen sich die Neuköllner nicht aus der Ruhe bringen, hängende Köpfe sah jedenfalls man nicht. Sie stürmten einfach weiter auf das Blues-Tor und wurden schließlich neun (!!!) Sekunden vor dem Ende belohnt. Sven Hannemann und Sebastian Schramm hatten im Drittel der Blues so viel Verwirrung gestiftet und gearbeitet, dass die Defensive der Blues die Orientierung verlor, Bo Schauer eben das ausnutzen konnte und zum umjubelten Ausgleich vollendete (60.).

Beim folgenden Penaltyschießen blieb Lilly-Ann Riesner gegen die drei Schützen der Blues unbezwungen, wohingegen Marco Papajewski gegen Chris Matiaschek das Nachsehen hatte und der mit seinem verwandelten Penalty den zweiten Punkt für den OSC sicherte.

OSC Berlin vs. EHC Berlin Blues 1b 5:4 n. P. (0:1 1:1 3:2 – 1:0)

Tore: 0:1 (06:49) Matschull (Panten, Grundmann), 0:2 (29:00) St. Haucke (Kruggel, Vatanapanyakul), 1:2 (37:29) Melian (Schauer, Hannemann), 1:3 (40:34) St. Haucke (Stodiek, Kruggel), 2:3 (45:03) Sv. Mönch (Hannemann, Melian), 3:3 (57:20) Schauer (Hannemann) PP1, 3:4 (58:35) Petters (Vatanapanyakul), 4:4 (59:51) Schauer (Hannemann, Schramm), 5:4 (65:00) Matiaschek PS/GWG

Strafen: OSC 12 (4/6/2) – Blues 10 (4/4/2)

SR: Barz, Niedermeyer