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Kleine Sensation in Neukölln

ll neuLandesliga-Team bezwingt den in dieser Saison noch ungeschlagenen Tabellenführer FASS Berlin 1c mit 3:5 (1:1, 1:1, 1:3) und verbessert sich auf Platz 5 – dadurch auch Landesliga-Playoffs theoretisch wieder möglich.

Es war eine dieser Ansetzungen mit dem „Auswärtsspiel im eigenen Wohnzimmer“ und vom Tabellenstand her eigentlich eine klare Angelegenheit, denn die „Allstars“ (FASS Berlin 1c) mussten im Eisstadion Neukölln gegen den OSC antreten, was ja bekanntermaßen deren Heimstätte, sprich „Wohnzimmer“ ist. Und weil es so schön ist, waren die Rollen eigentlich auch gleich klar verteilt. FASS blickt als ungeschlagener Tabellenführer auf die Gruppe der Verfolger herunter, der OSC hatte als Sechster 21 Punkte Rückstand. Beide Mannschaften waren an diesem Wochenende schon aktiv gewesen. FASS hatte am Freitagabend den ESC 07 mit 7:4 bezwungen, der OSC war 16 Stunden vor diesem Spiel gegen die Blues mit 5:4 n. P. siegreich vom Eis gegangen. FASS-Trainer Martin Ohme hatte drei komplette Reihen zur Verfügung sowie die Torhüter Dennis Gembus und Maximilian Lorenz; für Co-Trainer Kevin Fleck, der den beruflich verhinderten Fred Fleck vertrat, standen 17 Feldspieler und Lilly-Ann Riesner auf dem Spielbericht, so dass auch da nahezu gleiche Voraussetzungen herrschten.

Mit dem Erfolg vom Vorabend im Rücken wollte der OSC dem Tabellenführer aus Wedding Paroli bieten, neben dem Eis waren Aussagen wie „hoffentlich wird es nicht zweistellig“ oder „wenigstens ein gutes Spiel abliefern“ zu vernehmen. Als gut zweieinhalb Stunden später das Ergebnis feststand, ist es für Berliner Landesliga-Verhältnisse eine kleine Sensation. Aber zunächst lief alles wie erwartet.

66 Sekunden nach Spielbeginn führten die Weddinger bereits. Ein Schuss von Jules Thoma krachte deutlich hörbar an das Metall des Tores und sprang wieder ins Feld. Schiedsrichter Denis Pompetzki, der mit guter Sicht seitlich vom Tor stand, gab den Treffer, weil die Scheibe die Linie überschritten hatte und nicht an die Latte, sondern an das Torgestänge der Netzhalterung gelangt war. Und FASS hatte danach auch weiter gute Möglichkeiten, die sich durch das schnelle und sichere Pass-Spiel ergaben, ein weiterer Treffer fiel aber nicht, denn entweder ging die Scheibe knapp vorbei oder landete bei Lilly-Ann Riesner, die sehr gut beschäftigt wurde. So hatte die knappe Führung lange Bestand und als FASS in der 13. Minute seine erste Strafe kassierte, war es keine mehr. Sebastian Schramm verwertete einen Pass von Sven Mönch zum Ausgleich, der auch nach 20 Minuten Bestand hatte.

Im Mitteldrittel dasselbe Bild; FASS spielte, drückte und hatte zahlreiche Chancen, das OSC-Tor stand unter Dauerbeschuss, der nächste Treffer fiel aber erst in der 34. Minute, als Kevin Martens zum 2:1 einschoss. Aber wieder kam der OSC zurück. FASS hatte auch in der Zwischenzeit einige Strafen absitzen müssen und der OSC konnte mehrfach zeigen, dass man nicht gewillt war, sich zu ergeben. Und diese Bemühungen wurden auch belohnt, 10 Sekunden vor Drittelende ging es wieder von vorne los, Bo Schauer vollendete zum 2:2.

Und auch im Schlussabschnitt dasselbe Bild; FASS drückte, der OSC hielt mit allem, was zur Verfügung stand, dagegen. Als Christopher Krämer in der 45. Minute FASS erneut in Front schoss, dachten viele Zuschauer, dass das Spiel nun seinen erwarteten Verlauf nimmt. Aber 8 Sekunden nach der Führung war wieder alles beim Alten. Lucas Crone setzte sich nach Scheibengewinn im Alleingang durch, brachte die Scheibe schon halbliegend noch auf das Tor von Dennis Gembus, dem das Spielgerät über die Matten zum 3:3 ins Tor rutschte. Der Treffer zeigte Wirkung, erste Anzeichen von Unzufriedenheit und Frust waren bei FASS zu hören. Der OSC witterte nun seine Möglichkeit auf mehr und griff fast frech an. Verunsichert zeigte sich der Tabellenführer nun in seinen Aktionen und der OSC konnte das auch nutzen. Als nach frühem Stören Sven Hannemann in Scheibenbesitz kam, schoss er den Puck über die Schulter im „kurzen Eck“ zum 3:4 (49.) ein. FASS wehrte sich nun geradezu verbissen gegen die drohende Niederlage, aber was man auch versuchte, die Scheibe wollte nicht rein. Entweder ging sie vorbei, ein Körperteil eines OSC-Spielers war dazwischen oder Lilly-Ann Riesner verhinderte mit starken Paraden den Einschlag. Zudem blieben auch zwei Powerplays ungenutzt und eine Auszeit (56.) brachte auch nichts mehr. Aber es sollte für die die Weddinger noch schlimmer kommen. Mit dem Ende der zweiten Überzahl-Situation kam Sebastian Schramm von der Strafbank zurück und schaltete sich gleich mit in den Angriff ein, so dass man mit 3 auf 2 anlaufen konnte. Über Bo Schauer und Marvin Melian kam der Puck zu ihm und er vollendete zum 3:5 (58.). Als dann sich FASS mit zwei Strafen (59./60.) auch noch selber schwächte, waren die erste Niederlage für die Allstars und kleine Sensation perfekt.

Als Fazit muss man die starke Moral und den Kampfeswillen des OSC-Teams sehen, ein wenig Glück sowie eine „bärenstarke“ Lilly-Ann Riesner taten ich Übriges zu diesem so nicht erwarteten 5-Punkte-Wochenende.

Erwähnenswert ist noch der Auftritt von FASS-Trainer Martin Ohme nach dem Spiel, denn er kam unmittelbar danach in die OSC-Kabine und gratulierte dem OSC zum Erfolg. Ein Sportsmann durch und durch, der auch in der Niederlage Größe zeigt. Das verdient von hier aus den vollsten Respekt und besondere Beachtung!

FASS Berlin 1c vs. OSC Berlin 3:5 (1:1 1:1 1:3)

Tore: 1:0 (01:06) Thoma (Schwitalla, J. Müller), 1:1 (13:50) Schramm (Sv. Mönch) PP1, 2:1 (32:37) Martens (Krämer), 2:2 (39:50) Schauer (Sv. Mönch) PP1,3 :2 (44:56) Krämer (Thoma, J. Müller), 3:3 (45:04) Krone, 3:4 (48:27) Hannemann (Matiaschek), 3:5 (57:21) Schramm (Melian, Schauer)

Strafen: FASS 20 (6/8/6) – OSC 14 (6/4/4)

SR: Pompetzki, Timofeew