Abhaken und nach vorne schauen

ll neuEs gibt Spiele, die man am besten ganz schnell vergisst, auch wenn sie durchaus einige Erkenntnisse brachten. Das 1:11 (0:3 0:3 1:5) des Landesliga-Teams bei der Ic von FASS war so eins, obwohl so eine „Klatsche“ nicht unbedingt zu erwarten war; schließlich hatte man den Weddingern in der vergangenen Saison die einzige Niederlage beigebracht.

 Beide Mannschaften waren von der Stärke ähnlich gut besetzt; Neukölln bot 17 Feldspieler auf, Wedding 15; beide verließen sich auf einen Goalie, nämlich auf Maximilian Lorenz (FASS) und Lilly-Ann Riesner. Und beide Teams mussten – trotz der nominell gut besetzten Kader – aus unterschiedlichsten Gründen auf mehrere Stammspieler verzichten.

Die Hausherren machten von Beginn an klar, dass vergangene Spiele buchstäblich „Schnee von gestern“ sind und übernahmen gleich das Kommando, was dann auch mit dem 1:0 nach nur 70 Sekunden untermauert wurde. Drei schnelle Spielzüge brachten Christopher Krãmer in eine gute Position und die junge Torhüterin war zum ersten Mal geschlagen. FASS blieb weiterhin deutlich besser im Spiel, der OSC war zwar bemüht, aber das brachte so gut wie nichts. So war das 2:0 die logische Konsequenz; Benjamin Salzmann fälschte einen Schuss von Maximilian Müller unerreichbar ab (5.). Und so ging es auch munter weiter. FASS drückte, der OSC zeigte sich durch wenige Einzelaktionen, deren Wirkung zumeist verpuffte. Das 3:0 gab dann Anlass zu einigen Diskussionen. Bei der Abwehr eines Schusses geriet das Tor am linken Pfosten aus der Verankerung, was durch den nahe postierten Schiedsrichter entweder nicht wahrgenommen oder ignoriert wurde. Die Scheibe wurde hinter dem Tor nun auf die andere (rechte) Seite rüber gespielt und von da aus zur blauen Linie. Lilly-Ann Riesner bewegte sich ebenfalls auf diese Seite und dadurch verschob sich das Tor nun auch dort. Der folgende Schuss von Till Schwitalla schlug im Tor zum 3:0 (9.) ein. Die Schiedsrichter werteten das Ganze letztlich als vollständige „Aktion im Spiel“ und gaben den Treffer, wobei das „Laufenlassen“ nach dem ersten Verschieben fragwürdig erscheint, da das Spiel danach noch gute zwei oder drei Sekunden weiterging. Aber sei’s drum, entschieden ist entschieden, also soll es so sein. Am Spiel änderte sich danach nichts, FASS drückte munter weiter, der OSC blieb weiter blass. Es blieb aber bis zur Pause bei diesem 3:0.

Auch das zweite Drittel verlief nicht viel anders, wobei der OSC versuchte, präsenter zu sein. Dieser erhöhte Einsatz – auch mit dem Körper – führte natürlich auch zu häufigeren Kontakten, die nicht immer den Segen der Schiedsrichter fanden, Da FASS auch in dieses Spiel mit einstieg, konnten auch die Strafbankbetreuer auf beiden Seiten ihre „Daseinsberechtigung“ demonstrieren, denn sie bekam nun häufiger zu tun. Gespielt wurde auch und FASS konnte das besser. Jörn Kugler (29.), Till Schwitalla und Edgars Baumgartners (beide 36.) bauten das Ergebnis auf 6:0 aus.

Auch im letzten Drittel blieb alles beim Alten. FASS verschafft „Lilly“, die bis dahin schon ohnehin schwer beschäftigt worden war, weiterhin viel Bewegung und Dehnungsarbeit, die jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt war. Auf das 7:0 (44.) von Milos Mihajlovic folgte in Unterzahl (!!!) der Ehrentreffer der Neuköllner durch Marvin Unruh, was nur 57 Sekunden später mit dem 8:1 durch Christopher Krãmer beantwortet wurde. Danach war dann gut zehn Minuten Ruhe auf der Anzeigetafel, ehe die Hausherren in den letzten Minuten nochmal Lust zum Spielen hatten. Jörg Müller (55.) und Dennis Karrenbauer (57.) versenkten zwei schöne Schlagschüsse, Lucien Aicher setzte mit dem 11:1 (58.) den Schlusspunkt an diesem – für den OSC – unerfreulichen Sonntagnachmittag.

Fazit: Auch wenn es bei diesem Ergebnis ein wenig befremdlich erscheint; das Team des OSC kann sich bei seiner Torhüterin bedanken, die Schwerstarbeit verrichtet hat. Ohne ihr Können und ihren Einsatz wäre das Resultat noch weitaus deutlicher als „nur 11:1“ ausgefallen. Fakt ist auch, dass der OSC Ausfälle von Stammspielern nicht mal eben so wegsteckt. Wenn beim OSC z. B. ein Sebastian Schramm wegfällt, wiegt das schwerer als ein Wegfall von z. B. Jules Thoma bei FASS, um nur zwei zu nennen. Das OSC-Team sollte das Ergebnis schnell abhaken, denn schon am kommenden Samstag gibt es die Möglichkeit einer „kleinen Revanche“, denn es geht um 19:00 Uhr im Eisstadion Neukölln gegen die 1b von FASS.

Unser derzeitiger Stand ist, dass das Eisstadion Neukölln eine Gesamtkapazität von 100 Besuchern (öff. Lauf + Eishockey) zulässt. Der öffentliche Lauf ist jedoch noch nicht gestartet. Die Registrierung soll über das Portal des Eisstadions Neukölln erfolgen. Wenn wir noch mehr erfahren, werden wir das bekannt geben.

FASS Berlin vs. OSC Berlin 11: 1 (3:0 3:0 5:1)

1:0 (01:10) Krämer (Osterburg), 2:0 (04:29) Salzmann (M. Müller, Krämer) PP1, 3:0 (08:47) Krämer (Schwitalla, Baumgartners); 4:0 (28:14) Kugler (Aicher, Salzmann), 5:0 (35:48) Schwitalla (Krämer, Osterburg), 6:0 (35:53) Baumgartners); 7:0 (43:12) Mihajlovic (Krautz, Buscham), 7:1 (43:51) Unruh (Schauer, Schumann) UZ1, 8:1 (44:48) Krämer (Baumgartners, Krizan) PP1, 9:1 (54:59) J. Müller (Schwitalla), 10:1 (56:20) Karrenbauer (Buscham, Krizan), 11:1 (57:41) Aicher (Kugler, von Helden)

Strafen: FASS 18 (4/12/2) – OSC 28 (6/12/10)

SR: Möller, Niedermeyer