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Viel wurde geboten, aber nicht alles war schön

ll neuEin schnelles Spiel, viele Tore, ein „Geburtstagskind“ und leider auch einige unschöne Szenen gab es im letzten Saisonspiel der ersten Mannschaft des OSC, bei dem das Team am Freitagabend gegen die Wikinger mit 1:10 (0:1 0:5 1:4) deutlich den Kürzeren zog. Dabei sah es bis zur 27. Spielminute noch ganz gut aus, aber dann …

Es war nicht nur das letzte Heimspiel der ersten Mannschaft, es war auch das insgesamt letzte Spiel der „regular season“ des OSC. Was jetzt noch folgt, ist für das Team selbst nicht von Bedeutung. Neben einigen letzten Spielen anderer Mannschaften, folgen am kommenden Wochenende die Finalspiele mit den Halbfinalen am Samstag und den Finalspielen am Sonntag. Und so sollte dieses letzte Spiel nach zuletzt guten Ergebnissen ein würdiger Abschluss dieser doch eher unglücklichen Spielzeit 2021/2022 sein. Mit 14 + 2 (Patrick Einsiedler/Lilly Ann Riesner) wollte man gegen die „Wikinger“, die noch ein weiteres reguläres Spiel vor sich haben und auch für das Finalwochenende qualifiziert sind, bestehen. Die wiederum brachten 17 + 1 (Tim Ziesmer) auf das Eis und konnten mit einem Sieg zum Tabellenführer FASS 1c aufschließen und mit einem weiteren am Sonntag beim SCC sogar noch überholen.

Diese Rollenverteilung machte sich von Beginn an auf dem Eis bemerkbar; die Wikinger übten auch gleich Druck auf das OSC-Gehäuse aus, in dem wie schon zuletzt Patrick Einsiedler begonnen hatte. Die Neuköllner hielten aber mit gutem Stellungsspiel dagegen und das, was dann an Schüssen auf den Kasten kam, wurde Beute des Neuköllner Goalies. Optisch die Wikinger zwar präsenter und aktiver, aber der OSC befreite sich mit Kontern immer wieder, sodass sich den ca. 60 Zuschauern ein schnelles und durchaus abwechslungsreiches Spiel zeigte. Und der OSC bekam auch eine gute Möglichkeit, in Führung zu gehen, denn in der 11. Minute musste Aaron Tropschuh zwei Minuten lang die Strafbank besuchen. Aber das Team ließ diese Möglichkeit verstreichen, aber der von der Strafbank kommende Aaron Tropschuh nahm gleich an einem Angriff seines Teams teil und gab einen Schuss auf das OSC-Tor ab. Patrick Einsiedler parierte diesen zwar, aber der Abpraller landete auf dem Schläger von Steve Roubicek – 0:1, 14. Spielminute. Sonderlich geschockt war der OSC ob dieses Treffers nicht und es blieb auch bis zur ersten Drittelpause so.

Auch der Mittelabschnitt zeigte sich zu Anfang so wie der erste – die Wikinger druckvoll, der OSC sicher und mit Kontern. Das ging auch bis zur 27. Minute gut, aber dann „zockte“ ein OSC-Verteidiger, der die Scheibe eigentlich sicher hatte, einen Tick zuviel, was man bei einem erfahrenen Verteidiger wie Marco Rentzsch vermeiden sollte. Der erahnte den Pass des Verteidigers, fing die Scheibe im OSC-Drittel ab und über Nils Jakob ging es dann zu Dennis Hesse, der dieses Geschenk zum 0:2 vollendete (27.). Als das Team wohl gedanklich noch mit diesem Lapsus haderte, stand es auch schon 0:3, denn vom Bully weg gingen die Wikinger nach vorne – Dennis Hesse gewann das Bully, Maurice Rubban marschierte ins Drittel und zog ab und Steve Roubicek bedankte sich 8 (!) Sekunden nach dem 0:2. Diesen Doppelschlag musste der OSC erstmal verdauen und tat das auch ganz gut, sodass - außer dem Wechsel von Patrick Einsiedler auf Lilly Ann Riesner (33.) - bis zur 37. Minute nicht mehr so viel passierte. Aber eine weitere Tändelei am eigenen Drittel führte zum 0:4. Kevin Hoffer kam an die Scheibe, spielte zu Johannes Schindler. Dessen Schuss wurde zwar von Lilly Ann Riesner auch gut abgewehrt, aber leider nicht gut genug. Und wieder stand Steve Roubicek richtig – 0:4. Das war dann wohl zu viel des Guten für Norman Schumann und er leistete sich 66 Sekunden nach dem 0:4 eine verbale Entgleisung zu einem der Schiedsrichter. Das fand der wiederum „zu viel des Guten“ und schickte Norman mit einer Matchstrafe vom Eis. Das 0:5 11 Sekunden nach diesem Vorfall war die erste Konsequenz (Steve Roubicek), das 0:6 fast mit der Pausensirene die zweite (Nils Jakob, 39:59).

Das Spiel war „gegessen“ für den OSC, jetzt wollte man sich nur noch achtbar aus der Affäre ziehen, aber auch das gelang nicht wirklich. Nach einer weiteren Strafe kassierte man das 0:7 (Mathias Löhr, 45.), erzielte aber 19 Sekunden danach wenigstens den Ehrentreffer (Marius Rahn/45.). Aber nun zeigte das Spiel auch seinen Einfluss auf einige Besucher. Auf der Tribüne hatten sich „peu å peu“ bei einigen der Anwesenden negative Emotionen entwickelt, wo sich androhte, die Meinungen auch handfest auszutauschen. Das wiederum wurde aufgrund der Lautstärke von den Schiedsrichtern bemerkt, die vor einer endgültigen Eskalation, die über „Schubsen und Verbalinjurien“ hinausgeht, die Zuschauer auf die große Strafbank vor der Halle schickten. Offizielle beider Vereine sorgten dafür, dass dieser Anordnung (Fortsetzung des Spiels unter Ausschluss der Öffentlichkeit) auch Folge geleistet wurde. Und sie sorgten auch dafür, dass es vor der Halle ruhig blieb. Zudem bestand in dieser Zeit auch ständiger telefonischer Kontakt zur Polizei, die im Falle einer Eskalation im Bereich an der Eishalle unverzüglich entsprechende Einsatzkräfte entsandt hätte. Die letzten 14 Minuten war es dann sehr ruhig in der Eishalle an der Glockenturmstraße. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang noch das 1:8 und 1:9 durch Artemy Sakaev (48./55.) und der Kabinenlagentreffer von Maurice Rubban zum 1:10 25 Sekunden vor Spielende.

Letztlich war es ein „gebrauchter Abend“ für das Team des OSC mit einer deftigen Niederlage. Aber irgendwie war es auch ein Abbild dieser eher unbefriedigenden Saison, in der nur wenig von dem lief, was man sich vorgenommen hatte. Nichtsdestotrotz ließ sich das Team es nicht vermiesen, Marvin Melian, also dem „Geburtstagskind“, anschließend angemessen zu gratulieren, auch, wenn es spielerisch mit einem Geschenk nicht geklappt hat.

OSC Berlin vs. BSchC „Die Wikinger“ 1:10 (0:1 0:5 1:4)

Tore: 0:1 (13:02) Roubicek (Tropschuh, De. Hesse)
0:2 (26:31) Hesse (Jacob, Rentzsch), 0:3 (26:39) Roubicek (Rubban, De. Hesse), 0:4 (36:17) Sakaev (Schindler, De. Hesse), 0:5 (37:34) Roubicek (Mordelt, Hoffer) PP1, 0:6 (39:59) Jacob (P. Heinze, Tropschuh) PP1
0:7 (44:38) Löhr (Rentzsch, Tropschuh) PP1, 1:7 (44:57) Rahn (K. Fleck, Schramm), 1:8 (47:43) Sakaev (Schindler, De. Hesse), 1:9 (54:45) Sakaev (Balko, Rentzsch), 1:10 (59:35) Rubban (Roubicek, Wolff)

Strafen: OSC 6 + MS (Schumann/Beleidigung des SR) (0/27/4) – Wikinger 2 (2/0/0)

Schiedsrichter: Barz, Niedermeyer