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Olympischer Sportclub Berlin

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Drei Punkte - das „Wie“ spielt keine Rolle …

ll neuJeder, der sich mit Eishockey näher befasst, kennt diese Spiele, wenn der offensichtliche Favorit auf den „Kleinen“ trifft und nur noch die Höhe des eigentlich schon feststehenden Endergebnisses ausgespielt werden muss. Wenn es dann nicht wie geplant läuft, sind die meisten Experten erstaunt und fragen sich, wie und warum es dazu kam. Aber genau das, eben dieses „wie“ und „warum“ spielt keine Rolle, denn drei Punkte bleiben drei Punkte; für Schönheit gibt es nicht mehr.

Der offensichtliche Favorit war in diesem Fall der OSC, der sein Auftaktspiel gegen die eigene 1b eine Woche zuvor deutlich mit 16:2 entschieden hatte; der „Kleine“ war die 1b von FASS Berlin, die in ihrem ersten Spiel 0:10 von der eigenen 1c, den „Allstars“, besiegt worden war. Also eine klare Sache oder? Und es kam dieses „oder“, denn der OSC siegte zwar, aber der Weg bis zum 2:1 nach 60 Minuten war schwieriger und mühevoller als es die Vorzeichen versprochen hatten.

16 Spieler und Spielerinnen begleitet von einem Torhüter brachten die Weddinger auf das Neuköllner Eis mit, mit 17 plus zwei hielten die Hausherren dagegen. Nach kurzem Abtasten zeigten sich die ersten Eindrücke, denn der OSC zeigte eine optische Überlegenheit, FASS konzentrierte sich auf die eigene Ordnung und die Verteidigung, die selbst noch bei der ersten Unterzahl nach drei Minuten ihren Bestand hatte. Und bei der nächsten Strafe war die Ordnung sogar noch besser, denn einen Stellungsfehler im Angriff des OSC nutzte Kevin Pfennig und ging vom eigenen Drittel aus durch bis vor das Gehäuse von Lilly-Ann Riesner, wo er zum 0:1 abschloss. Der OSC wollte diesen „Lapsus“ natürlich sofort korrigieren, aber es dauerte fast vier Minuten, ehe Bo Schauer einen gut ausgespielten Angriff zum 1:1 vollendete. Man merkte förmlich, dass die Mannschaft des OSC sehr viel wollte, aber letztlich funktionierte nur wenig, da viele - auch zum Teil überhastete - Aktionen verpufften und der Rest von Felix Kaden im Tor von FASS sehr gut verhindert wurde. Und jede Minute mehr konnte man merken, dass Wille allein beim OSC nichts zählt, wenn eigene Aktionen unkonzentriert abgeschlossen werden, was natürlich wiederum FASS zugute kam, die dadurch auch Raum für eigene Aktionen bekamen. So dauerte es bis kurz vor Ende des ersten Drittels, ehe sich wieder etwas Zählbares tat. Klaus Eckelt brachte seinen Verteidigerkollegen Sven Hannemann gut ins Spiel und der schoss - wenn auch mit ein wenig Glück - den OSC mit 2:1 in Führung.

Was nach der Drittelpause in den restlichen 40 Minuten passierte, lässt sich sehr komprimiert darstellen. Der OSC blieb rein optisch überlegen und auch das agilere Team, aber FASS blieb auch mit den Kontern gefährlich, sodass bei diesem Spielstand immer die Gefahr des Ausgleichs im Raum stand. Einem Treffer für FASS kurz vor Ende des zweiten Drittels wurde sogar die Anerkennung verweigert, da das Spiel zuvor durch Pfiff unterbrochen worden war. Solche Entscheidungen ziehen natürlich immer Diskussionen nach sich und auch ein gewisses Maß an Frust bei der betroffenen Mannschaft, aber ein kluger Kopf sagte mal, dass sich so etwas im Lauf einer Saison angeblich immer ausgleicht. Zum Ende hin wurde es auch ein wenig „nickelig“, aber nicht wirklich unfair. Das war aber dem knappen Spielstand geschuldet, denn FASS wollte bis zur letzten Sekunde noch den Ausgleich, den der OSC natürlich nicht wollte. So blieb es schließlich bei diesem knappen 2:1, wobei man beim OSC sagen muss, dass es drei Punkte sind. Wie diese zustande gekommen sind, interessiert in ein paar Tagen – auf Berlinerisch – „kein Aas“ mehr. Und mit der wirklich starken Leistung von FASS verhält es sich ebenso, wenn es nicht gelingt, so etwas zu wiederholen und dann auch belohnt zu werden.

OSC Berlin vs. FASS Berlin 1b 2:1 (2:1 0:0 0:0), 23.10.21, 19:00 Uhr, Neukölln
0:1 (09:07) Pfennig, 1:1 (12:47) Schauer (Bock, Schramm), 2:1 (19:09) Hannemann (Eckelt)
Strafen: OSC 18 (4/6/8) – FASS 1b 16 (4/4/8)
SR: Schewe, Timofeev