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Ein Déjà-vu

ll neuEs gibt Eishockeyspiele, wo man danach als Zuschauer unweigerlich das Gefühl hat, das soeben Erlebte schon einmal gesehen zu haben. So muss es am Samstagabend einigen Fans aus der OSC-Gemeinschaft gegangen sein, als sie nach der 4:5-Niederlage (0:2 3:3 1:0) der ersten Mannschaft des OSC Berlin gegen den ERSC Berliner Bären den Heimweg antraten. Wie schon in der Woche zuvor bei den Wikingern waren es erneut nur eine Handvoll Spieler, die gegen einen zu offensiv agierenden OSC die entscheidenden Akzente setzten, denn fünf „Bären“ machten alle Punkte. Da spielt es auch keine Rolle mehr, dass man die eigenen Treffer mit wahrlich ansehnlichen Spielzügen erzielte und über die gesamte Zeit stark gegen einen ständigen Rückstand ankämpfte; denn letztlich ging man mit null Punkten vom Eis.

15 gegen 14 lauteten die mannschaftlichen Kräfteverhältnisse im Sportpark Neukölln, die durch die Goalies Lilly-Ann Riesner/Patrick Einsiedler (OSC) und Martin Hummel (ERSC) ergänzt wurden.

Der OSC begann druckvoll, die Bären ließen sie zunächst auch agieren und Martin Hummel konnte sich zeigen. Aber schon nach dreieinhalb Minuten setzte es mit dem ersten konzentrierten Konter auch schon den ersten Dämpfer. Von Kevin Kügow eingeleitet gelang Jerome Kindler ein scharfer Schuss auf das Neuköllner Tor, den Lilly-Ann Riesner glänzend parierte. Der Abpraller landete doch genau bei Harald Kott, der aus spitzem Winkel zum 0:1 vollendete (4.). Danach agierte der OSC gut weiter, die Bären ließen sie anlaufen und Martin Hummel konnte sich weiter zeigen. Dieses Spiel ging dann munter hin und her, ohne dass beiden Teams der nächste Stich gelang, es blieb auf beiden Seiten ein verschärftes Torhütertraining. Ein Konter in der 16. Minute brachte dann das 0:2. Jerome Kindler spielte Maksim Cepik mit einem langen Pass frei, der freie Bahn auf Lilly-Ann Riesner hatte und auch vollendete. Bis zur Pause blieb es auch dabei.

Dass sich die Hausherren viel vorgenommen hatten, war nach Wiederbeginn deutlich, aber leider hielt das nur bis zum nächsten Konter. Harald Kott behauptete den Puck, spielte auf Maksim Cepik und der wiederum auf Kevin Kügow – 0:3 (24.). Aber auch der OSC konnte sich dann endlich zeigen. Sebastian Schramm setzte sich stark durch, passte auf Fabian Müller, der zum 1:3 einnetzte – ein glänzender Vortrag, mit zwei Spielzügen über das gesamte Feld zum erfolgreichen Abschluss (28.) Die nächsten Minuten ging es dann wieder hin und her, beide Goalies konnten ihr gesamtes Repertoire abrufen und ihre Körper in alle Richtungen dehnen inklusive ausführlicher Präsentationen der Fanghände. Dann kam auch Martin Hummel zu seinem Scorerpunkt. Er spielte den Puck zu Kevin Kügow, der wiederum auf Maksim Cepik weitergab, der dann erneut ein 1 auf 1 gegen Lilly bekam und wieder Sieger blieb (1:4/35.). Aber der OSC wollte sich nicht geschlagen geben und zeigte innerhalb von 61 Sekunden die wohl schönsten vier Spielzüge in diesem Schlagabtausch. Erst „zockte“ Mark Wassermann Bo Schauer frei (2:4/38.) und dann spielten sich die OSC-Stürmer wirklich vor Martin Hummel einen aus, bis dieser unten war und Marvin Melian schoss in das leere Tor (3:4/39.). Aber leider freute man sich einen Tick zu lange, dann nur 38 Sekunden nach dem Anschlusstreffer war es Maksim Cepik mit seinem dritten Treffer in diesem Spiel, der wieder auf „zwei Tore vor“ stellte (40.) Es war wohl der unnötigste Treffer in diesem Spiel, man bestrafte sich mit dieser Unachtsamkeit kurz vor Drittelende selbst und damit auch die engagierte Aufholjagd.

Im letzten Abschnitt war es dann ein Anrennen des OSC, es hatte ein wenig von „Don Quijote und den Windmühlen“, wobei Martin Hummel die Windmühle darstellte. Aber auch der ERSC blieb gefährlich und Lilly musste alles abrufen, um ihr Team noch dran zu halten. Auch der körperliche Einsatz intensivierte sich, blieb aber noch im Rahmen. Das 4:5 durch Bo Schauer in der 51. Minute ließ bei allen nochmal Hoffnung aufkommen, aber mit einer ganzen Menge Routine, einem starken Hummel und mit einem Rest Glück brachten die Bären den Vorsprung über die Zeit und nahmen so die drei Punkte mit. Es war wieder so ein Spiel, was der OSC in der Vergangenheit schon mehrfach gezeigt hatte; geradezu fahrlässig und unnötig torpedierte man das eigene gute Spiel mit Nachlässigkeiten. Ist das Team im Angriff, leidet die Konzentration in der Verteidigung, man fordert Konter geradezu heraus. Und es gelingt auch nicht, die – eigentlich bekannten – gefährlichen Spieler so einzuschränken, dass sie sich nicht frei entfalten können. So war es gegen die Wikinger mit den Hesse’s sowie Wolf und so war es auch gegen die Bären mit Kott, Cepik, Kindler und Kügow. Natürlich ist es nahezu unmöglich, einen sehr guten Spieler ganz auszuschalten, aber dass zwei Spiele nacheinander nur durch die „üblichen Verdächtigen“ nicht nur geprägt, sondern einem plus 80prozentigen Anteil an den Scorerpunkten deutlich entschieden werden, sollte auch zu denken geben.

Landesliga Berlin, OSC Berlin vs. ERSC Berliner Bären 4:5 (0:2 3:3 1:0), 06.11.21, 19:00 Uhr, Eisstadion Neukölln

Tore: 0:1 (03:31) Kott (Kindler, Cepik), 0:2 (15:00) Cepik (Kindler)
0:3 (23:06) Kügow (Cepik, Kott), 1:3 (27:23) Fa. Müller (Schramm), 1:4 (34:07) Cepik (Kügow, Hummel), 2:4 (37:29) Schauer (Wassermann), 3:4 (38:30) Melian (Breitkopf), 3:5 (39:08) Cepik (Kindler)
4:5 (50:34) Schauer (Fa. Müller)

Strafen: OSC 12 (0/2/10) – ERSC 12 (0/4/8)

SR: Meinschenck, Timofeev