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Hinten geht’s, vorne fehlt’s …

ll neuEs war durchaus eine solide Leistung, die die 1b am Sonntag gegen den ASC Spandau ablieferte und es wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen, aber letztlich ging man mit 1:4 (0:2 1:1 0:1) nach 60 Minuten vom Neuköllner Eis. 16 Feldspieler und zwei Torhüter (Tobias Meißner/Ben Weyrauch) standen bei der 1b zur Verfügung, 14 und Daniel Herzig beim ASC; ein nahezu ausgeglichenes Kräfteverhältnis also.

Der ASC zeigte in den ersten Minuten, wohin der Weg führen sollte, aber die 1b konzentrierte sich und ließ nur vereinzelte Schüsse zu, die für den jungen Neuköllner Torhüter kein Problem darstellten. Ben Weyrauch, der die 60 Minuten komplett absolvierte, leistete sich zwar einige kleine „Wackler“ – was durchaus an einer Anfangsnervosität gelegen haben mag - , war aber im Nachfassen konsequent und sicher. Er legte auch schnell diese Nervosität ab und zeigte - insgesamt betrachtet – eine starke Leistung mit mehreren herausragenden Aktionen. Auch deswegen hielt die 1b das Spiel lange Zeit spannend und blieb an den Spandauern dran.

Das 0:1 in der achten Minute fiel dann auch eher unglücklich für die 1b. Daniel Pietsch verlor bei seiner Aktion im OSC-Drittel zwar die Scheibe, aber ein OSC-Verteidiger bekam die Scheibe nicht kontrolliert und diese rutschte zu Nico Kirschner, der vollenden konnte. Viereinhalb Minuten später setzte sich Dusty Ertel über rechts durch und sein Pass aus dem Bogen erreichte erneut Nico Kirschner, der ungestört auf 0:2 erhöhte. Wer nun dachte, dass es ähnlich lief, wie in den vorangegangenen Spielen, wurde eines Besseren belehrt. Die 1b brach nicht ein, sondern bemühte weiterhin in der Verteidigung um Kontrolle. Man ging konsequent auf den Mann und unterband einen flüssiges Spiel der Spandauer. Auch von daher blieb es bis zur Pause beim 0:2.

Im zweiten Drittel versuchte die 1b mit dieser Kontrolle aus der Abwehr auch nach vorne mehr zu tun, aber nach der Mittellinie wurde es meistens ungenau und wenig geordnet, sodass Daniel Herzig eher wenig zu tun hatte. Eine Strafzeit brachte dann aber endlich mal Erfolg. Tim Bartsch musste sich eine zweiminütige Auszeit nehmen und dass nutzte die 1b. Nach gerade mal neun (!) Sekunden stand es nur noch 1:2. Nach dem Bully im ASC-Drittel eroberte Dan Larionov den Puck, der dann über Anton Sonsalla zu Philipp Gölles kam. Dessen Schuss ging durch mehrere Beine an Daniel Herzig vorbei ins Tor (25.). Bestärkt durch diesen Erfolg trat die 1b mutiger auf und die Offensiv-Aktionen wurden druckvoller. Mit Glück überstand der ASC diese Druckphase; aber auch, weil sich die 1b mit zwei Strafen selber rausnahm. Es wurden aber zwei Sachen deutlich. Mit ein wenig mehr Vertrauen in das eigene Können wäre auch vorne mehr möglich, aber leider ist man, wenn sich eine Möglichkeit ergibt, einfach zu aufgeregt oder auch überrascht und vergibt diese leichtfertig. Dieser Umschalt-Moment oder die Reaktion dauern einfach zu lange. Wenn sich ein Spieler gut durchsetzt und sich auch in einer guten Position befindet, ist vor dem gegnerischen Tor selten ein Mitspieler da, der einen Abpraller oder einen Pass verwerten kann. Und leider zeigte sich bei den Offensiv-Aktionen eine gewisse „Kleinschüler-Mentalität“; alle wollen an die Scheibe bzw. im Scheibenbesitz bleiben; mit dem Erfolg, dass auf aussichtsreicheren Positionen oder gar vor dem gegnerischen Tor keiner ist. Und schließlich kam es so, wie es oft in solchen Situationen kommt. Der ASC konnte sich mal wieder befreien, die 1b bekommt die Scheibe nicht weg, 1:3 durch Ricardo Pietsch (38.) und die ganze Mühe im zweiten Drittel war umsonst.

Das letzte Drittel war dann vom ASC geprägt, der sich auch hinten zusammenriss. Die 1b kam nur noch selten vor das Tor von Daniel Herzig; das Geschehen spielte sich weitgehend im Drittel der 1b ab. Ben Weyrauch hatte gut zu tun, hielt sein Team aber immer noch im Spiel. Aber auch das war dann spätestens in der 55. Minute vorbei, denn das 1:4 durch Tim Kirchner war faktisch die Entscheidung in diesem Spiel. Ben Weyrauch war bei diesem Schuss die Sicht verdeckt, die Scheibe schlug im Winkel ein. „Hätte“ und „wenn“ zählt in keinem Sport etwas, „aber“ für das Team wäre durchaus mehr drin gewesen als nur ein achtbares Ergebnis. Das merkte man auch an der Reaktion der Spandauer unmittelbar nach dem Ende, deren Freude über diesen Erfolg wahrlich nicht zu übersehen war. Schließlich hatte man einen „Mitbewerber“ aus den niederen Rängen der Liga bezwungen.

Landesliga Berlin, OSC Berlin 1b vs. ASC Spandau 1:4 (0:2 1:1 0:1), 28.11.21, 14:00 Uhr, Eisstadion Neukölln

Tore:
0:1 (07:18) Kirschner (Pietsch), 0:2 (11:44) Kirschner
1:2 (24:34) Gölles (Sonsalla, Larionov) PP1, 1:3 (37:01) F. Blaschzik (Pietsch)
1:4 (54:52) Kirchner (Droese, Martin)

Strafen: OSC 1b 8 (2/4/2) – ASC 10 (4/2/4)

Schiedsrichter: Hecker, Timofeev